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Hume’sche Verrückte

Bei Diskussionen, vor allem im Internet, auf Twitter oder in ähnlichen Medien, treffe ich immer wieder auf Menschen, die in einer komplett eigenen, in sich geschlossenen und logischen Welt leben, die aber für Menschen von “außerhalb” meist völlig absurd wirkt.

Nassim Taleb hat dafür den Begriff “Hume’sche Verrückte” geprägt: Menschen, die in einem in sich komplett logischen und völlig konsistenten Universum leben, das aber nichts mit der tatsächlichen Realität zu tun hat.

Wenn man mit solchen Menschen diskutiert, stellt man irgendwann fest, daß man sich argumentativ im Kreis dreht. Es werden Argument mit einer Inbrunst präsentiert, die sagen soll: da, sieh her, jetzt muss das auch dir einleuchten. Und als Gesprächspartner denkt man nur: was hat das alles mit dem eigentlichen Thema zu tun?

Wie man solche Situationen für alle Seiten zufriedenstellend löst weiß ich (noch) nicht. Ich weiß aber aus Erfahrung, was nicht hilft:

  • weiter diskutieren
  • sie auf das Thema “Hume’sche Verrückte” ansprechen

Vielleicht gibt es eine Lösung, die ich noch nicht kenne? Oder vielleicht bin ich der, der in einem völlig hermetischen Paralleluniversum lebt?

1 Comment so far

  1. Ich denke nicht dass es eine Lösung dafür gibt. Die vernünftigste Option ist ein gegenseitiges Anerkennen dass man die Dinge eben unterschiedlich sieht. Im realen Leben gibt es solche Leute durchaus auch… die zumindest in Teilbereichen in eigenen geschlossenen Weltbildern feststecken die sich quasi-solipsistisch jeden Widerspruch selbst wegerklären können.

    Wenn man an solche Leute gerät und das erkennt, ist das einzige was man machen kann, nicht mit ihnen diskutieren, traurig, aber ist so. Alles andere ist mE vergeudete Lebenszeit und unnötiger Stress.

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