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Die Welt ist klein!

Am ersten Pecha Kucha Abend zum Start des Ticketverkaufs für die Webcon 2013 habe ich einen Vortrag zum soziologischen Phänomen des sogenannten “Small World Problems” nach dem Experiment des amerikanischen Experimentalpsychologen Stanley Milgram gehalten. Die Folien dazu findet ihr hier:

[slideshare id=19193265&doc=pechakucha12013-130419170511-phpapp01]

Die Grafiken der Slides sind wie die Formeln in meinem Quantenmechanikpostings von Hand (das sieht man) mit Paper von FiftyThree (sieht man vielleicht nicht) erstellt.

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Social Media Optimization ist virales Marketing, sonst nichts

Jeder, der die Titelzeile dieses Postings liest und sich fragt, ob ich das nicht Unsinn ist, dem muß ich sagen: ja, ist es. Aber so habe ich es gestern Abend auf einem Vortrag zum Thema gehört. Wenn der Referent dann noch behauptet, daß es Millionen soziale Netz gibt (was stimmen mag oder auch nicht) und daß diese alle im Prinzip Kopien von Facebook sind, regt sich echter Argwohn. Wenn der Mensch dann auf die Frage nach Xing sagt, ja Xing sei ja etwas völlig anderes, dann weiß ich, daß er hier nicht ordentllich nachgedacht hat.
Zentraler Punkt des Vortrags war die Erklärung, daß Facebook-Interaktion potentieller Kunden und User nahezu ausschließlich aus dem “liken” meiner Facebookinhalte besteht. Und daß dann die Freunde des Users meine Produkte kaufen, weil der ursprüngliche User diese empfohlen hat … hier verwechselt der Referent soziale Netze mit MLM und Schneeballsystemen.
Auch scheint die pauschale Aussage, daß man Empfehlungen seiner Facebookkontakte, die ja alle meine Freunde sind (WTF?) mehr vertraut als “normaler Werbung” völliig frei von jüngeren Erkenntnissen der Soziologie und Topologie in Netzwerken zu sein, wie dem Modell der strong & weak Links und der social hubs nach Jon M. Kleinberg.
Zu guter letzt wies der Referent noch darauf hin, daß er zwar die Umsetzung von SM Strategien machen könne, die Konzepte dazu müsse aber der Kunde liefern. Ein furchtbarer Irrtum. Hinzu kommt, daß er an keiner Stelle erwähnt, daß die falsche Nutzung sozialer Medien durchaus zum Schaden von Unternehmen sein kann, wie jüngst das Beispiel TedaFax bewies. Thomas Knüwer hat dazu ein paar warme und richtige Worte gefunden.
Bleibt mir als nicht-Social Media-Berater nur zu sagen: ich möchte jeden Leser darauf hinweisen, daß es wirklich fähige Leute auf dem Gebiet der Beratung und Kundenbindung über neue Medien gibt. Leider verderben Leute wie der hier Skizzierte einem ganzen (in vieler Hinsicht sehr heterogenen) Berufszweig den Ruf. Schade, Chance verpaßt.